Aokigahara – Suicide Forest

Ein Waldspaziergang ist an sich etwas Enspannendes. Die frische Luft, der gute Geruch Bäume, Natur und Tiere tragen zur Erholung der Großstadtseele erheblich bei.

Etwas anders aussehen dürfte die Sache allerdings in Aokigahara, einem Wald in Japan. Aokigahara heißt „das Meer aus Bäumen“ und liegt am Fuß des Fuji und ist etwa 35km² groß.  Er ist aber auch als „Suicide Forest“ bekannt geworden.  Seit der Bestsellerautor Matsumoto Seichō die Protagonisten seiner Bücher Nami no tō (波の塔 Der Wellenturm) aus unglücklicher Liebe an den Hängen des Fuji Selbstmord begehen ließ, stieg die Anzahl der Lebensmüden, die zum Sterben an den Fuji reisen, rapide an.

Zahlreiche Mythen ranken sich um diesen Wald. Von geheimnisvollen Phänomenen erzählt man sich, so zum Beispiel von Magnetfeldern, welche Kompasse und elektronisches Gerät im Wald unbrauchbar machen – freilich ist das nicht bewiesen. Die US-Armee konnte auf gemeinsamen Manövern mit der japanischen Armee zumindest nichts derartiges feststellen – sei’s drum, das Wäldchen ist auch so unheimlich genug.

„Ein perfekter Platz zum Sterben“, so beschreibt der Autor Wataru Tsurumi in seinem Buch „The Complete Manual Of Suicide“ den Wald Aokigahara – und offenbar hört man auf seinen Ratschlag, denn bei nicht wenigen geborgenen Selbstmördern wurde eine Ausgabe dieses Buches gefunden.

Seit Anfang der 70er, führen Polizisten und Feuerwehrleute jährlich Rundgänge im Wald, um nach Leichen und potenziellen Selbsmördern ausschau zu halten. Speziell ausgebildete Waldförster helfen ebenfalls beim Durchkämmen des Waldes und sollen bei „noch“ nicht entschlossenen Personen, die im Wald kampieren, dafür Sorge tragen, ihnen den Selbstmordgedanken auzureden.Jährlich werden fast 100 Leichen gefunden. 1998 lag der traurige Rekord bei 73 Toten, die man aus dem Wald trug. Übertroffen wurde diese Zahl im Jahr 2002 mit 78 Selbstmördern, die ihrem Leben in Aokigahara ein Ende setzten. Allerdings weiß niemand, wieviele Leichen nie entdeckt wurden; die Dunkelziffer liegt vermutlich um einiges höher. Leider können die Beamten und Förster nicht jeden Tag den Wald absuchen, deshalb versuchen sie durch diverse Schilder an den Wegen, auf denen Notrufnummern und eine Nummer der Telefonseelsroge zu lesen sind, die Selbstmordrate einzudämmen. Man versucht es sogar mit Slogans wie „Bären werden auf Deine Leiche scheissen“.

Es gibt auch ein anti-selbstmord video dort gedreht (sind übrigens nur für starke nerven)

So als „Info-Bonbon“ … als wäre ein dunkler Wald voller Leichen nicht schlimm genug. Seit ein paar Jahren gibts mehr und mehr den Trend sich auf die Suche nach solchen Selbstmördern zu begeben. Aber nicht um vielleicht ein würdiges Begräbnis zu ermöglichen. Sie haben festgestellt das die Selbstmörder oft Bargeld + Schmuck dabei/an sich haben..

Folgende Doku oder  es gibt auch ein Anti-selbstmord video dort gedreht (sind übrigens nur für starke nerven) .